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1. März 2010: Beschäftigungssicherung und Entgelterhöhung vereinbart

Veröffentlicht von Michael Kraus am 18.02.2010
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Tarifabschluss für Nordrhein-Westfalen wird auf Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) übertragen

Der in Düsseldorf am 18.02.2010 erzielte Tarifabschluss für die 600.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalens wird auf Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland übertragen. Aufgrund der Krise lag der Schwerpunkt der Tarifrunde bei der Beschäftigungssicherung. Zudem wollte die IG Metall die Entgelte sichern, also den Inflationsausgleich erreichen. Beides ist gelungen. Die IG Metall-Jugend Frankfurt am Main und Wiesbaden-Limburg hat ihren kleinen Teil zu diesem Erfolg beigesteuert.

Zum einen haben die Ortsjugendausschüsse die Kampagne "Operation Übernahme" in viele Betriebe hineingetragen und zahlreiche Aktionen dazu gemacht, etwa bei den Tarifverhandlungen zum "TV Besch" am 17. Dezember 2009. Dies hat dazu beigetragen, dass die Übernahmeverpflichtung nach der Ausbildung für ein Jahr verlängert wurde. Zum anderen waren wir mit fünf Jugendvertreter/inne/n bei der Jugend-Tarifkommissionssitzung des Bezirks am 4. Februar und haben uns aktiv an der Debatte beteiligt (siehe Fotos).

Die Regelungen in NRW, an denen wir uns orientieren, lauten: 1. Mit dem Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" wird es für Betriebe mit starken wirtschaftlichen Problemen billiger, Kurzarbeiter/innen über lange Zeit zu beschäftigen. Die Arbeitszeit kann bis auf 26 Std./Woche bei teilweisem Lohnausgleich abgesenkt werden. Die IG Metall will damit Beschäftigung sichern, denn bis zu 600.000 Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie sind durch die Krise gefährdet. Unser Motto: "Stunden statt Menschen entlassen!".

Auch Entgelterhöhungen wurden vereinbart: Für Mai 2010 bis März 2011 gibt es eine Einmalzahlung von 320 Euro, Azubis erhalten 120 Euro - je zur Hälfte am 1. Mai und am 1. Dezember 2010. Am 1. April 2011 kommt eine Entgelterhöhung von 2,7 Prozent hinzu. Außerdem wurde die Übernahme der Azubis verbessert: Der Betrieb muss nun alle Möglichkeiten zur Übernahme ausschöpfen. 2. Mit dem Tarifvertrag "Zukunft in Bildung" haben es Beschäftigte leichter, sich für Weiterbildung von der Arbeit freistellen zu lassen.

Mehr Informationen
Präsentation zu den Tarifabschlüssen in der Metall- und Elektroindustrie NRW und BaWü
- Pressemitteilung der IG Metall NRW zu den Tarifverträgen "Zukunft in Arbeit" und "Zukunft in Bildung"
- Pressemitteilung der IG Metall Baden-Württemberg zum Tarifvertrag "Kurzarbeit, Qualifizierung und Beschäftigung"

Zuletzt geändert am: 11.06.2010 um 10:09

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